| P O S T Frank |
|
Bootsbau Index DEUTSCH | boatbuilding index ENGLISH |
|
| Bau der Bootshülle | Zubehör | Der "Segelplan" | "Kleben" des Segels | Bootslauncher |
|
Hier werden die Linien der Bauteile auf unter der Vorlage liegendes Packpapier (von einer großen Papierrolle) übertragen. Die aufgezeichneten Teile werden dann aus dem Packpapier ausgeschnitten und als Muster verwendet. Ich verwendete hierbei einen Glasschneider, mit dem ich die Linien auf dem Papier nachfuhr und mithilfe von darunter liegendem Kopierpapier auf das Packpapier durchdrückte. Eine weitere Möglichkeit wäre die Verwendung eines Schneider-Markierrades, bei dem die stacheligen Spitzen durch den Plan hindurchdrücken. |
|
Bei der Dauer eines Bootsbauprojektes ist es nicht ratsam, auf dem Boden zu bauen. Gönnen Sie sich daher Böcke, Ihr Rücken wird es Ihnen danken. Dieser in der Länge des Bootsrumpfes mit Rahmhölzern gebaute Bock kann das Boot mit dem Kiel in der Mitte der Länge nach aufnehmen. Es ist hierbei wegen der langen Auflagefläche auch für eine Einzelperson relativ einfach, den Rumpf mit Hilfe eines zweiten (normalen) Bockes umzudrehen. Sicherlich ein wichtiger Vorteil für den Allein-Hobbie-Bootsbauer, da der Schiffsrumpf mehrfach umgedreht werden muß. |
|
Die Bauteile werden am besten mit einer Kreissäge aus den Sperrholzplatten herausgeschnitten. Wenn das Sägeblatt so kurz eingestellt wird, daß es das Sperrholz nur knapp durchschneidet, können Kurven gesägt und ein sehr sauberer Schnitt erzielt werden. Auch wegen der erheblich schnelleren Schnittgeschwindigkeit ist die Kreissäge der Stichsäge deutlich überlegen. |
|
Bei 3,60 m Bootslänge ist es nicht möglich, die einzelnen Teile aus einem Stück auszuschneiden, da die Sperrholzplattengröße (in den USA) ca. 2,40 m x 1,20 m beträgt. Die langen Boden und Seitenteile werden daher in zwei Stücken (Vorder- und Seitenteil) ausgeschnitten. |
|
Da die Einzelteile eines Bootsrumpfes oft länger sind, als die länge der zur Verfügung stehenden Sperrholzplatten, müssen diese aus mehreren Teilen zusammengefügt werden. Das Zusammenfügen hier im " buttblock " - Verfahren. Dabei klebt man die Teile stumpf gegeneinander stoßend mit epoxy-getränktem Gewebeband auf Vorder- und Hinterseite der Verbundstellen zusammen. Versucht man, die derart verbundenen Teile zu brechen, brechen nicht die Klebestellen, sondern das Sperrholz daneben, wenn die Verbindung einwandfrei ausgeführt wurde. |
|
Hier sind die Seitenteile der Bootshülle bereits am Heckteil und an einem Zwischenteil von außen festgeschraubt. Die Schrauben sind leicht versenkt und wurden später mit Epoxymasse verdeckt. Der Designer hat das Zwischenteil genau an der Klebestelle der Seiten- und Unterteile vorgesehen. Hierdurch dürfte die Stabilität des Rumpfes noch verstärkt werden. |
|
Der Designer hatte lediglich eine kleine Flosse aus Sperrholz (skeg) am Hinterteil des Bootes vorgesehen. Ich habe Sie als Kiel bis zur Mitte des Rumpfes durchgeführt und dabei Eichenholz verwendet. Da ich das Boot meist allein über den Steg nach dem Segeln aus dem Wasser zog, bin ich recht froh, eine stabile Eichenleiste an der Stelle zu haben, an der das Boot am meisten über den Steg schabt. Die Befestigung des Skeg-Kiels erfolgte mit epoxygetränktem Gewebeband. Allerdings hat sich die Eichenleiste hierbei leicht dauerhaft verzogen. |
|
Die Spitze des Bugs wird zusammengepresst und an den Enden der Sperrholz-Seitenteile mit Draht befestigt. Ich habe zusätzlich eine Eichenleiste hinzugefügt und sie dann später mit epoxygetränktem Gewebe ausgefüllt. Dies ist natürlich eine sehr robuste Konstruktion, erhöht allerdings auch das Gewicht des Bootes. Zur Befestigung des Drahtes habe ich Löcher sowohl durch die beiden Sperrholzenden als auch durch die Eichenleiste gebohrt. |
|
Der hier verwendete Kupferdraht wird verzwirbelt und hält die Spitze provisorisch zusammen. Nach der inneren Befestigung mit Epoxy-Gewebe wird er abgekniffen und außen ein epoxy-getränktes Gewebeband als weitere Verstärkung aufgebracht. |
|
Sieht das nicht schön aus? Sicherlich einer der erhebendsten Augenblicke, wenn die Bootshülle im Rohbau zusammengefügt ist. Bis hierhin ging es relativ schnell und man denkt, das meiste ist bereits geschafft. Die vielen dann noch folgenden Kleinigkeiten nehmen aber mindestens noch einmal so viel Arbeitszeit in Anspruch. |
|
<--- Innenansicht der Bootshülle. Kasten des Steckschwertes ---> |
|
|
Verstärkung der inneren Nahtstellen mit Epoxy-getränktem Gewebe. |
|
Im Plan waren lediglich 2 einzelne Sitzbretter vorgesehen. Hier ist das Ganze zu einer zusammenhängenden Sitzplatte umfunktioniert. Dadurch wird m. E. die Stabilität verstärkt, allerdings auch das Boots-Gewicht erhöht. Später mußte ich dann feststellen, daß das Cockpit doch arg verkleinert wurde. Daher habe ich den mittleren Ausschnitt der Platte im Nachhinein wesentlich vergrößert. Die Außenmaße der Sitzplatte habe ich durch Anlegen von Packpapier von einer Papierrolle und Einritzen der Maße an den Formen der Hülle ermittelt. Dadurch konnte ich mir eine Papierschablone anfertigen. |
|
Die hier zu sehenden auf die Sparren aufgelegten Leisten dienen zur Unterstützung der Sitzplatte und können auch als Halt für die Füße verwendet werden, falls man sich beim Segeln aus dem Boot hinauslehnt. |
|
Hier ist die Sitzplatte bereits eingebaut. |
|
An der oberen Kante sind innen und außen Stoßleisten aufgeleimt, die der Hülle Schutz und zusätzliche Stabilität geben. Mehrere Schraubzwingen oder Klammern sind in dieser Phase hilfrich. Ich habe hier zum Teil Schrauben verwendet, da meine Schraubzwingen nicht ausgereicht haben, um die Leisten gleichmäßig an den Rumpf zu spannen. |
|
Eine weitere Abweichung vom Bauplan war die hier zu sehende Abdeckplatte des Bugs. Es war lediglich ein Brett vorgesehen, daß den Mast stützen sollte. Als Drehlager für den Mast habe ich sowohl in der Abdeckplatte als auch am Boden des Rumpfes jeweils ein Hartplastikteil aus der Sanitär-Installations-Abteilung eines Baumarktes verwendet. Nötig ist es jedoch nicht, da auch ein einfacher kreisförmiger Ausschnitt im Sperrholz hierfür ausreichen würde. Zudem brach mir das obere Plastiklager wegen der auf den Mast einwirkenden hohen Last mehrfach aus, bis ich es mit einer dicken Epoxy-Gewebe Schicht dann doch endgültig befestigen konnte. |
|
Fertig zur Jungfernfahrt :-) . Das Boot muß allerdings noch gestrichen und Segel sowie Zubehörteile angefertigt werden. |
| Bau der Bootshülle | Zubehör | Der "Segelplan" | "Kleben" des Segels | Bootslauncher |
| P O S T Frank |
|
Bootsbau Index DEUTSCH | boatbuilding index ENGLISH |
|